Was ist Psychologie?

Psychologie wird definiert als die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten von Lebewesen. Sie versucht, die Gesetzmässigkeiten von subjektivem Erleben, Auswirkungen äußerer und innerer Reize und Verhalten zu erfassen und ist mit dieser Aufgabe als Kompromisslösung zwischen der älteren Auffassung einer Seelenlehre und der modernen Auffassung der Psychologie als Verhaltenswissenschaft anzusehen. Durch die naturwissenschaftliche Grundlage wurde die Psychologie 1982 durch die Vereinten Nationen in den internationalen "Verband der exakten Wissenschaften" aufgenommen und wird damit anderen Naturwissenschaften wie Physik und Biologie, gleichgestellt.  

Nachbardisziplinen der Psychologie sind je nach Untersuchungsobjekt und Aufgabengebiet die Medizin, Soziologie, Biologie, Pädagogik, Informatik, die Wirtschaftswissenschaften, die Physik und weitere mehr. In vielen Fällen, wie z.B. besonders in den Wirtschaftswissenschaften, findet dabei die Integration psychologischer Forschungsergebnisse und Theorien statt.

Was ist Psychologie nicht?

Psychotherapie

Psychologie ist keine Psychotherapie, jedoch oftmals (nicht in jedem Fall!) die Grundlage für Psychotherapien. Eine Psychotherapie ist eine Maßnahme, bei der ohne die Einwirkung medizinischer Hilfsmittel wie Medikamente eine Linderung von psychischen Störungen herbeigeführt werden soll. Im Idealfall greift dabei die Psychotherapie auf Erkenntnisse aus der Psychologie zurück und versucht mit ihren Methoden eine Änderung im Erleben und/oder Verhalten der Patienten zu erzielen.

Es existiert eine große Bandbreite verschiedenster Psychotherapien, von denen allerdings nur einige aus der Psychologie heraus entwickelt wurde.
Über Psychotherapien können Sie sich
hier informieren.


Lehre vom Seelischen

Die Klassifizierung der Psychologie als empirische Naturwissenschaft ist für den Laien selten nachzuvollziehen. Alltagspsychologisch handelt es sich bei der  Psychologie um eine Lehre vom "Geistigen" oder "Seelischen", dessen es kaum  einer näheren Untersuchung bedurfte - denn jeder wisse doch schließlich um sein eigenes "Seelenleben" selber am besten Bescheid. Eine Verknüpfung derartiger geistiger Inhalte mit empirischen Methoden wie sie aus den klassischen Naturwissenschaften zum Einsatz kommen, sei hier daher zum einen nicht notwendig und auch zum anderen nicht möglich - wie solle man denn schließlich auch "in anderer Leute Köpfe schauen"?